Epipedobates (dreifarbiger Giftfrosch) |
Herkunft: Süd-Ecuador, Nord-/Ost-Peru
Länge: 1,5 cm (Kopf-Rumpf)
Lebenserwartung: Durchschnittlich 7 bis 12 Jahre.
Der Dreifarbige Pfeilgiftfrosch kommt in verschiedenen Farben vor. Die vorherrschende Farbe ist Rot mit weißen Zeichnungen.
Pflege
Erfahrung: Dieser Frosch ist pflegeleicht und eignet sich daher auch für Anfänger in der Amphibienhaltung.
Fütterung von ausgewachsenen Tieren: 3- bis 4-mal pro Woche füttern. Geeignete Futtertiere sind Fruchtfliegen, Staubgrillen, Asseln oder Käfer.
Fütterung von Jungtieren: Täglich füttern (das Tier frisst möglicherweise nicht jeden Tag). Jungtiere können fast alles bekommen, was sie auch ausgewachsenen Tieren geben würden.
Wassernapf: Ja.
Wasserwechsel: Täglich.
Ernährung: Achten Sie bei der Fütterung auf die Größe des Frosches und die Größe des Futters. Jungfröschen benötigen beispielsweise weniger Fruchtfliegen und kleinere Insekten. Seien Sie auch bei Grillen vorsichtig, da deren harter Panzer Verstopfungen im Verdauungstrakt Ihres Frosches verursachen kann. Dies kann zum Tod des Frosches führen.
Es ist außerdem wichtig, das Futter mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zu ergänzen. Verschiedene Pulver hierfür sind in Fachgeschäften für Tierbedarf erhältlich. Die Fütterung selbst erfolgt am besten mit einer Fütterungspinzette, aber manche Tiere sind damit nicht vertraut und müssen es erst lernen.
Wasser: Pfeilgiftfrösche nehmen Wasser über ihre Haut auf. Daher ist eine flache Wasserschale unerlässlich. Achten Sie darauf, dass die Wasserschale stabil steht und nicht umkippen kann. Außerdem muss die Schale täglich gereinigt und mit frischem Wasser befüllt werden. Andernfalls kann das Wasser verschmutzen, und wenn das Tier dieses Wasser trinkt, kann es krank werden.
Wenn Sie im Terrarium anstelle einer Wasserschale einen Wasserbereich einrichten, sollten Sie dafür sorgen, dass sich darin Ruheplätze wie z. B. Wurzelholz befinden. Der Frosch kann sich dann darauf ausruhen, während er im Wasser liegt. Reinigung: Das Terrarium Ihres Frosches muss eigentlich nur einmal im Monat komplett gereinigt werden. Es genügt, den Bodengrund alle paar Tage oder einmal pro Woche umzugraben und Kot zu entfernen. Der Wassernapf muss natürlich täglich gereinigt werden. Überprüfen Sie bei der Reinigung, ob alle im Terrarium enthaltenen Systeme und Sensoren einwandfrei funktionieren, um ein optimales Klima im Inneren zu gewährleisten.
Umgang: Vermeiden Sie es möglichst, das Tier anzufassen. Obwohl die Tiere relativ einfach zu handhaben sind, können sie dennoch kräftig zubeißen. Außerdem können die Tiere durch Staub und Bakterien an unseren Händen krank werden.
Wenn Sie das Tier unbedingt hochheben müssen, tun Sie dies am besten mit Handschuhen und nähern Sie sich dem Tier von hinten. So kann das Tier Ihre Hände nicht mit Beute verwechseln. Fassen Sie das Tier dann am Bauch und heben Sie es vorsichtig hoch. Wenn Sie das Tier ohne Handschuhe hochheben, waschen Sie Ihre Hände vorher gründlich mit Wasser. Verwenden Sie keine Seife. Waschen Sie Ihre Hände nach dem Umgang mit dem Tier unbedingt mit Seife.
Sollten Sie gebissen werden, versuchen Sie nicht, das Tier abzuschütteln. Das Tier wird nur noch fester zubeißen, und wenn es plötzlich loslässt, könnten Sie es ernsthaft verletzen. Halten Sie das Tier unter fließendes, lauwarmes oder kaltes Wasser. Schließlich wird es sich entspannen und loslassen.
Unterbringung
Mindestgröße des Terrariums für 3 oder 4 Frösche: 40 x 40 x 40 cm.
Tagestemperatur: 24–27 °C.
Nachttemperatur: 20–24 °C.
Beleuchtungsdauer: 12 Stunden. Eine zusätzliche Wärmelampe ist akzeptabel, wählen Sie jedoch eine sanfte, nicht zu helle Lampe. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Ihr Tier und das Substrat austrocknen.
Beleuchtung: Wenn Sie UVB-Lampen für Frösche aufhängen möchten, verwenden Sie maximal 2,5 % UVB-Strahlung. Höhere UVB-Werte können Ihren Tieren schaden.
Luftfeuchtigkeit: 80–90 %
Substrat: Feuchtigkeitsspeicherndes Substrat. Kokosfasern sind am besten geeignet, aber normale Blumenerde ist auch akzeptabel. Sphagnummoos wird nicht empfohlen, da die Tiere es verschlucken und Verstopfung bekommen können. Sie können jedoch normales Moos verwenden. Das Substrat sollte leicht feucht, aber nicht durchnässt sein. Wenn Sie eine Handvoll Substrat nehmen und ein paar Tropfen Wasser herausdrücken können, ist das in Ordnung.
Einrichtung: Da die Tiere größtenteils unterirdisch leben, benötigen sie nicht viel. Wichtig ist jedoch eine Heizmatte und ein Wasserbad oder ein Platz, an dem sie im Wasser liegen können. Außerdem freuen sie sich über ein Versteck. Eine Lampe ist daher auch eine Option, achten Sie aber darauf, dass sie das Terrarium nicht zu stark austrocknet.
Verhalten
Lebensweise: tagaktiv
Charakter: Abgesehen von ihren Fressgewohnheiten sind sie recht ruhige Tiere, die sich wenig bewegen. Daher benötigen sie kein sehr großes Terrarium.
Wichtige Hinweise: Viele Pfeilgiftfrösche (und andere Reptilien) in Gefangenschaft leiden an metabolischer Knochenerkrankung (MBD). Das bedeutet, dass das Tier zu wenig Kalzium aufnimmt und die Knochen weich werden. Beim Dreifarbigen Pfeilgiftfrosch zeigt sich dies schnell durch einen herabhängenden Unterkiefer, Lethargie, Muskelkrämpfe und Verformungen der Wirbelsäule und der Hüfte. Wenn Sie dies beobachten, müssen Sie so schnell wie möglich mit der Kalziumzufuhr beginnen. Dies kann durch Bestreuen des Futters als Pulver oder durch direkte Verabreichung als Paste mit einer Spritze erfolgen. Einmal aufgetretene Verformungen sind nicht mehr heilbar.
Kosten und Kauf
Rechtliche Hinweise: Für dieses Tier ist ein Übertragungsdokument erforderlich; Sie erhalten dieses beim Kauf. Das Tier fällt unter CITES II.
Einmalige Kosten: Zu den einmaligen Kosten zählen die Kosten für das Gehege und die gesamte Ausstattung, wie z. B. Wassernapf, Heizmatte und Versteckmöglichkeiten. Je nach Qualität der Ausstattung können diese Kosten schnell mehrere hundert Euro betragen.
Fixkosten: Fixkosten umfassen die Kosten für Futter und Einstreu. Diese belaufen sich oft auf mehrere zehn Euro pro Jahr.
Unvorhergesehene Kosten: Es können auch unvorhergesehene Kosten entstehen. Dazu gehören Kosten, die anfallen, wenn Ihr Tier krank ist und einen Tierarzt benötigt oder wenn Ihre Ausrüstung kaputt geht.

