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Candoia paulsoni (Boa von der Insel Salomon)

Herkunft: Indonesien Länge: bis zu 1,2 Meter Lebensdauer: bis zu 15 Jahre Die Salomonen-Boa galt früher nicht als eigene Art, sondern als Unterart der Sandnatter (Candoia carinata). Heute ist sie eine eigenständige Art mit bis zu sechs Unterarten. Ihr Körper ist dunkel- bis hellbraun. Ein zickzackförmiger Streifen verläuft vom Kopf bis zum Schwanz über den Körper. Die Schlange kann ihre Farbe je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Paarungsverhalten und Temperament ändern.
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Pflege Erfahrung: Erfahrener Schlangenhalter Futter: Lebende oder tote Beute.
Fütterung adulter Tiere: Alle 14 Tage Fütterung Jungtiere: Alle 7 Tage Wassernapf: Ja Wasserwechsel: 3-mal wöchentlich Futter In freier Wildbahn ernährt sich die Salomon-Boa von Reptilien und Amphibien und frisst gelegentlich kleine Nagetiere. Daher ist die Fütterung von Salomon-Boas, die nicht an Nagetiere gewöhnt sind, schwierig. Ist eine Salomon-Boa an Nagetiere gewöhnt, ist sie gut handhabbar. Eine Möglichkeit, die Tiere an Nagetiere zu gewöhnen, ist, sie mit einer Eidechse oder einem Frosch zu reiben. Alternativ kann man sie auch zwangsfüttern. Achten Sie dabei bitte auf Ihre eigene Sicherheit und die des Tieres. Als Faustregel gilt: Die Beute sollte so dick sein wie der dickste Teil der Schlange. Sie kann lebend oder tot angeboten werden. Obwohl es aus praktischen Gründen empfehlenswert ist, tote Beute anzubieten, kann lebende Beute die Schlange verletzen. Wir empfehlen, die Futtertiere mit einer Futterzange anzubieten und die Schlange außerhalb ihres Terrariums zu füttern. Dies hat den Vorteil, dass Ihre Hand nicht mit dem Futter in Verbindung gebracht wird.
Wenn Sie sich für lebende Beute entscheiden, müssen Sie die Fütterung beaufsichtigen. Wenn Sie die Salomonen-Boa mit anderen Schlangen zusammen halten, müssen Sie diese vor dem Füttern trennen, da sie sich beim Fressen gegenseitig verletzen können.
Wasser Wie andere Boas liebt auch diese Boa das Wasser. Sie trinkt nicht nur, sondern badet auch darin. Daher muss der Wassernapf groß genug sein, damit die Schlange ihren gesamten Körper darin baden kann. Durch das Baden kann das Wasser verschmutzen, daher ist ein Wasserwechsel mehr als dreimal pro Woche kein Problem.
Reinigung Um Krankheiten und Bakterienwachstum vorzubeugen, muss das Terrarium sauber gehalten werden. Sie können dies wöchentlich tun, es ist aber auch ratsam, das Terrarium mehrmals im Jahr gründlich zu reinigen und zu desinfizieren. Dies verhindert Bakterienbildung. Reinigen Sie beim Anfassen auch die Kletteräste und erhöhten Stellen.
Handhabung Um die Salomonenboa zu füttern und ihr Terrarium zu reinigen, muss die Schlange angefasst werden. Dies muss sachgemäß geschehen, um die Sicherheit von Ihnen und der Schlange zu gewährleisten. Verwenden Sie zum Anfassen einen Schlangenhaken oder heben Sie die Schlange mit beiden Händen hoch. Hängen Sie die Schlange nicht um Ihren Hals, da sie sich sonst um Ihren Hals wickeln könnte. Beachten Sie beim Umgang mit einer Salomonenboa außerdem Folgendes: Stellen Sie sicher, dass die Schlange versteht, dass Sie sie anfassen, und bewegen Sie sich dabei ruhig. Waschen Sie Ihre Hände gründlich und achten Sie darauf, dass sie frei von Essensgerüchen sind. Fassen Sie die Schlange nicht an, wenn sie sich häutet, und nicht im Dunkeln.
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Unterbringung Mindestgröße des Terrariums für eine Schlange: 100 x 50 x 50 cm Tagestemperatur (warme Seite): 30–31 °C Tagestemperatur (kühle Seite): 23–28 °C Nachttemperatur: 21–24 °C Tageslicht: 12 Stunden Luftfeuchtigkeit: 60–80 % Substrat: Kokosfasern, Erde oder Torfstreu Ausstattung Die Salomonen-Boa ist, entgegen ihrem Namen, eine halb-baumbewohnende Boa. Das Terrarium muss mit 50 cm nicht sehr hoch sein. Es sollte jedoch Klettermöglichkeiten bieten. Der Boden des Terrariums sollte etwa 5 cm dick sein (je dicker, desto besser). Diese Boas graben gerne. Um dieses Verhalten zu fördern, ist es wichtig, den Boden so locker wie möglich zu halten. Diese Boas verstecken sich nicht nur im Boden. Es sollten mehrere Versteckmöglichkeiten vorhanden sein. Dies kann in Form einer Höhle, eines Baus oder eines Holzstücks geschehen. Wichtig ist, dass das Versteck groß genug ist, damit die Schlange sich vollständig darunterlegen kann. Wie andere Boas auch, benötigen sie die Möglichkeit zu baden. Dazu benötigen sie eine Wasserschale, die groß genug ist, damit die Schlange sich mit ihrem ganzen Körper hineinlegen kann.
Es gibt noch einige weitere Punkte bezüglich des Terrariums zu beachten. Salomonen-Boas sind beispielsweise sehr ausbruchsfreudig, daher ist es wichtig sicherzustellen, dass sie die Tür nicht einfach öffnen können. Dies lässt sich durch ein Schloss am Terrarium erreichen. Eine gute Belüftung ist ebenfalls notwendig, um die Luft frisch zu halten. Es empfiehlt sich, das Terrarium vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und möglichst vibrationsfrei aufzustellen.
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Verhalten Jagdmodus: Würgeschlange Lebensweise: Halbbaumbewohnend & nachtaktiv Temperament Die Salomonenboa ist eine scheue Schlange, die nach einer Eingewöhnungsphase nicht schnell aggressiv wird. Die meisten Schlangen lassen sich jedoch nicht gerne anfassen. Wildlebende Exemplare reagieren sehr defensiv, wenn sie berührt oder gestört werden. Dieses Verhalten ist bei in Gefangenschaft gezüchteten Tieren weniger ausgeprägt. Wichtige Hinweise Bitte beachten Sie, dass diese Schlange nicht für Liebhaber geeignet ist, die gerne mit ihren Tieren zu tun haben.
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Kosten und Kauf Gesetzgebung: Die Salomonenboa ist in CITES II als geschützte Art eingestuft. Für die Haltung dieser Schlange benötigen Sie CITES- oder Übertragungspapiere. Diese erhalten Sie beim Kauf. Einmalige Kosten: Dazu gehören die Kosten für Terrarium, Beleuchtung, Heizung, Wassertank und Dekoration. Die Gesamtkosten können zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Euro liegen. Der Endbetrag hängt von der Qualität und Größe der Produkte ab. Laufende Kosten: Zu den laufenden Kosten gehören die Futterkosten, die sich auf mehrere Dutzend Euro pro Jahr belaufen. Unvorhergesehene Kosten: Es entstehen Kosten, wenn Ihre Schlange erkrankt oder Ihre Ausrüstung kaputt geht.
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