Logo VHM ABC

Boa constrictor (Boa)
boa

Herkunft: Tropischer Regenwald Südamerikas
Länge: 1,5 bis 4 Meter
Lebenserwartung: Bis zu 25 Jahre
Der Oberkörper der Boa ist mit 25 dunklen Bändern auf hellbraunem Grund bedeckt. Heute ist die Boa weit verbreitet und es gibt zahlreiche Farbvarianten. Auch in Gefangenschaft sind viele verschiedene Morphen anzutreffen.

Pflege
Erfahrung: Durchschnittlicher Schlangenhalter
Futter: Lebende oder tote Beute.
Fütterung adulter Tiere: Alle 14 Tage.
Fütterung Jungtiere: Alle 7 Tage.
Wassernapf: Ja.
Wasserwechsel: 3-mal wöchentlich.
Futter
Die Boa ist wie die meisten Würgeschlangen ein reiner Jäger und kann sich von Nagetieren ernähren. Sie können die Beute lebend oder tot anbieten, wobei tote Beutetiere empfohlen werden. Lebende Beutetiere sind praktischer, da sie Ihre Schlange verletzen können. Wir empfehlen, das Futter mit einer Pinzette anzubieten und Ihre Schlange außerhalb ihres Terrariums zu füttern. So kommt Ihre Hand nicht mit dem Futter in Berührung.

Wenn Sie lebende Beutetiere anbieten, müssen Sie die Fütterung beaufsichtigen. Wenn Sie Ihre Boa mit anderen Schlangen halten, müssen Sie diese vor der Fütterung trennen, da sie sich beim Fressen gegenseitig verletzen können.

In Gefangenschaft neigen Boas zu Übergewicht. Daher ist es wichtig, Ihre Schlange regelmäßig zu wiegen und die Fütterung entsprechend anzupassen. Übergewicht wird mit verschiedenen anderen Krankheiten und Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

Wasser
Alle Tiere brauchen Wasser, und Boas bilden da keine Ausnahme. Sie nutzen es nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Baden. Achten Sie daher darauf, dass der Wassernapf groß genug ist, damit die Schlange sich mit ihrem ganzen Körper hineinlegen kann. Durch das Baden im Wassernapf verschmutzt das Wasser schneller. Wechseln Sie es daher ruhig öfter, wenn es verschmutzt ist.

Reinigung
Eine hygienische Umgebung ist wichtig für die Gesundheit Ihrer Schlange. Reinigen Sie das Terrarium daher regelmäßig. Eine Reinigung pro Woche ist ausreichend. Um Bakterienbildung vorzubeugen, sollte das gesamte Terrarium mehrmals im Jahr gereinigt und desinfiziert werden.

Handhabung
Um die Boa zu füttern und das Terrarium zu reinigen, muss sie angefasst werden. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Sicherheit von Ihnen und der Schlange zu gewährleisten. Verwenden Sie einen Schlangenhaken oder heben Sie die Schlange mit beiden Händen hoch. Hängen Sie die Schlange nicht um Ihren Hals, da sie sich bei einem Sturz um Sie klammern könnte. Beim Umgang mit einer Boa gibt es noch einiges zu beachten. Zunächst sollte die Schlange verstehen, dass sie angefasst wird, und ruhig bleiben. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihre Hände sauber und frei von Essensgerüchen sind. Boas können groß und kräftig werden, was den Umgang mitunter schwierig macht. Daher sollten Schlangen über zwei Meter Länge immer von mehreren Personen angefasst werden. Als Faustregel gilt: Pro Meter Schlange sollte eine Person die Schlange anfassen. Fassen Sie die Schlange nicht an, wenn sie sich häutet, und auch nicht im Dunkeln.

Unterbringung
Mindestgröße des Terrariums für eine ausgewachsene Schlange: 200 x 60 x 60 cm
Liegefläche: 1 m² mit mindestens einem erhöhten Brett pro Schlange.
Tagestemperatur unter der Wärmelampe: 31–35 °C
Tagestemperatur auf der kühleren Seite des Terrariums: 24–27 °C
Nachttemperatur: 21–26 °C
Beleuchtungsdauer: 12 Stunden
Luftfeuchtigkeit: 60–85 %
Einstreu: Rinde oder Torfmoos
Einrichtung
Zur Einrichtung des Terrariums sollte ein Brett mindestens bis zur Hälfte der Höhe angebracht werden. Boas benötigen Klettermöglichkeiten und Äste. Sie schätzen außerdem Versteckmöglichkeiten, z. B. einen umgedrehten Blumentopf oder ein Stück Holz. Achten Sie bei der Wahl des Verstecks ​​darauf, dass die Boa nicht darin stecken bleiben kann. Als Bodenbedeckung eignen sich Zeitungspapier, Rinde oder Torfmoos.

Es gibt noch ein paar weitere Dinge, die Sie beim Terrarium beachten sollten. Schlangen sind wahre Ausbruchskünstler, daher muss das Terrarium unbedingt abschließbar sein, damit die Boa es nicht so leicht öffnen kann. Auch eine gute Belüftung ist wichtig, um die Luft frisch zu halten. Es empfiehlt sich, das Terrarium vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen und möglichst vibrationsfrei aufzustellen.

Es gibt verschiedene Unterarten der Boa. Einige Arten sind deutlich kleiner als die durchschnittliche Boa, wie zum Beispiel die Schweinsinselboa (1,7 Meter) und die Hondurasboa (1,6 Meter). Für diese Arten kann ein kleineres Terrarium ausreichen. Ein Terrarium mit den Maßen 100 x 60 x 100 cm ist für eine solche Art ausreichend. Die meisten Arten haben ähnliche Ansprüche an die Einrichtung, aber es ist immer ratsam, sich vor dem Kauf einer bestimmten Unterart nach spezifischen Informationen zu erkundigen.

Verhalten
Jagdmodus: Würgeschlange
Lebensweise: Halbbaumbewohnend & nachtaktiv
Temperament
Die Boa zählt zu den zahmsten Schlangenarten. Sie bleibt in der Regel ruhig und greift nur an, wenn sie sich bedroht fühlt. Daher eignet sie sich gut für Anfänger in der Schlangenhaltung. Wichtige Hinweise
Die Boa kann Beute fressen, die größer als ihr Kopf ist. Bei einer so großen Schlange können dazu sogar Kinder und Haustiere gehören. Lassen Sie Ihre Schlange daher niemals unbeaufsichtigt mit Kindern oder Haustieren.

Kosten und Kauf
Gesetzgebung: Die Boa fällt unter CITES II. Für die Haltung dieser Schlange benötigen Sie CITES- oder Übertragungspapiere. Diese erhalten Sie beim Kauf.
Einmalige Kosten: Dazu gehören die Kosten für Terrarium, Beleuchtung, Heizung, Wassertank und Dekoration. Die Gesamtkosten können zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Euro liegen. Der Endbetrag hängt von der Qualität und Größe der Produkte ab.
Laufende Kosten: Zu den laufenden Kosten gehören die Futterkosten, die sich auf mehrere Dutzend Euro pro Jahr belaufen.
Unvorhergesehene Kosten: Es entstehen Kosten, wenn Ihre Schlange erkrankt oder Ihre Ausrüstung kaputt geht.